In den vergangenen Jahren hat die Stadt eine ganze Reihe von Gebäuden in ihrem Besitz veräußert und z.T. veräußern müssen. Dies ist für die Stadt auf längere Sicht riskant. Nach Meinung der Freien Wähler ist es im Sinne der Generationengerechtigkeit geboten, städtisches „Tafelsilber“ (Werte) in Form von Immobilien- und Grundbesitz nicht nur zu veräußern, sondern auch neu zu schaffen und an nachfolgende Generationen weiterzugeben. Denn nur dann wird es diesen möglich sein, zum Wohle der Stadt und ihren Bürgerinnen und Bürgern gestaltend wirken können – etwa bei der Anpassung der kommunalen Daseinsvorsorge an neue An­forde­rungen.

Im Rahmen der Beratungen zum Haushalts 2012 hat die Fraktion der Freien Wähler im Gemeinde­rat deshalb folgendes beantragt: Da die Stadt Weinstadt im Baugebiet Benzach V zu den Grundeigen­tümern gehört, sollte sie dort auf eigenen Flächen eine neue Wohnimmobilie (zum Beispiel ein Drei- bis Vier-Familienhaus) erstellen bzw. erstellen zu lassen. Dadurch könnte ein wertmäßiger Ausgleich für den er­wähnten Verkauf zahlreicher städtischer Immobilien in den vergangenen Jahren geschaffen und das Vermögen der Stadt mit vergleichsweise geringem Aufwand vermehrt werden.

Ein neues Wohngebäude in städtischem Besitz ist zweifellos kein Allheilmittel zur Siche­rung der Zukunfts­fähigkeit Weinstadts. Aber es könnte doch ein (kleiner, feiner) Baustein hier­zu sein. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat unlängst darauf hingewiesen, dass kommunale Immobilien im Grunde kein Tafelsilber, sondern „Essbesteck“ seien, welches die Kommunen brauchen um zukunftsfähig sein zu können. Eine neue Wohnimmobilie auf bereits heute eigenem Grund und Boden wäre für Weinstadt ein langlebiges und werthaltiges „Essbesteck“ und würde den schon ziemlich leeren „Besteckkasten“ an kommunalem Vermögen wieder etwas auffüllen.

Auch aus sozialpolitischer Sicht ist es nach Auffassung der Freien Wähler überdies sinnvoll, in kleinerem Umfang neue eigene Immobilien zu schaffen. Wohnungs- und vor allem auch der Miet­wohnungsmarkt in Weinstadt sind vergleichsweise angespannt, günstiger Wohnraum rar. Kommunale Wohnimmobilien bieten die Möglichkeit, auch einkommensschwächeren Familien, Alleinerziehenden und Einzelpersonen qualitativ vergleichsweise guten Wohnraum anzubieten. Wenn die Stadt nun die Möglichkeit hat, im Rahmen der Entwicklung des Baugebietes Benzach V, ein solches Angebot auf eigenen Flächen neu aufzubauen, sollte sie diese Chance nutzen. H. Korthöber, Freie Wähler Weinstadt e.V.

 


 
 


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