Die Freien Wähler haben sich in den vergangenen Monaten intensiv mit der Zukunft der Energieversorgung in Weinstadt befasst. Mehrheitlich sprechen sie sich für den Rückkauf des Stromnetzes und die Gründung eines Regionalwerkes durch die Stadt im Verbund mit den Nachbarkommunen aus. Dieser Weg ist aus ihrer Sicht wirtschaftlich und politisch die bestmögliche Alternative und eröffnet der Stadt im Vergleich zum Pachtmodell große Gestaltungsspielräume. Die Risiken dieser Lösung sind bei genauerer Betrachtung als überschaubar und beherrschbar. Dies bestätigen die Gutachter und die Erfahrungen andernorts.

Ein Vorteil diese unternehmerische Lösung ist auch, dass die Gewinne aus dem Netzbetrieb dem Regionalwerk zufließen und eine Wertschöpfungskette entstehen lassen, die von Arbeits- und Ausbildungsplätzen über Investitionen bis zu weiteren Dienstleistungen reicht. Hiervon und von den Gewinnausschüttungen des Regionalwerkes an ihre kommunalen Eigentümer werden mittelbar alle Bürger Weinstadts profitieren. Wichtig ist jedoch, dass ein verlässlicher strategischer Partner über eine Minderheitsbeteiligung den technischen Betrieb und auch die Vertriebsrisiken der Anfangsphase übernimmt und die Gründung und Ausgestaltung des Regionalwerkes professionell, sorgfältig und vorausschauend durchgeführt wird.