Während bei den Städten und Gemeinden im Rems-Murr-Kreis die Personalkosten ihrer Verwaltungen von 1996 bis 2011 um 37 Prozent (von knapp 150 Mio. Euro auf circa 200 Mio. Euro) stiegen, war beim Landkreis eine Steigerung um 123 Prozent zu verzeichnen (von 25 Mio. auf knapp 57 Mio.!).

Diese Steigerung steht zweifelsohne im Zusammenhang mit den Verwaltungsreformen in den vergangen Jahren. Deshalb ist ein direkter Vergleich nur bedingt zulässig. Vergleicht man aber die Steigerungsraten bei den Personalkosten in der Kreisverwaltung unseres Kreises mit denen der benachbarten Landkreise Ludwigsburg und Esslingen, so liegt der Rems-Murr Kreis mit seinen 123 Prozent immer noch sehr weit von den genannten Nachbarkreisen entfernt, die eine Steigerungsraste von 102 bzw. 100 Prozent aufweisen!

Noch eine Zahl in diesem Zusammenhang: Während der Landkreis Esslingen im Jahr 2011 Personalausgaben pro Einwohner von 123,72 Euro hatte und der Landkreis Ludwigsburg gar nur 117,28 Euro pro Einwohner für Personalausgaben aufbringen musste, belief sich diese Zahl auf 136,28 Euro im Rems-Murr-Kreis. Die Freien Wähler im Kreis und auch hier vor Ort in Weinstadt sind der Meinung, dass das Landratsamt dringend Schritte einleiten muss, um zumindest eine weitere Steigerung der Personalkosten zu verhindern, besser noch die Personalkosten zu senken.

Im Rahmen seiner Stellungnahme zum Haushaltsplan 2013 des Landkreises hat FW-Kreisrat Hinderer deshalb angeregt, dass das Landratsamt einmal vorurteilsfrei überprüft, in welcher Weise Arbeitsabläufe innerhalb der Verwaltung sachgerecht optimiert werden können – ohne zusätzliche Belastungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und nach dem Vorbild anderer Kommunen. Dies würde Möglichkeiten zur Senkung der Personalkosten eröffnen. Die Freien Wähler im Kreistag haben hierzu der Kreisverwaltung konkrete Vorschläge unterbreitet. Es bleibt zu hoffen, dass diese Vorschläge auch Gehör finden! H. Korthöber, Pressereferent der FWW e.V.