Der Verband Region Stuttgart als Träger des S-Bahn-Verkehrs bemüht sich ständig, sein Ange­bot auszubauen und kundengerecht zu gestalten. Um mehr Autofahrer zum Umstieg auf den ÖPNV zu veranlassen ist ein deutlich besseres Angebot an P & R-Anlagen erforderlich. Die Fraktion der Freien Wähler in der Regionalversammlung der Region Stuttgart und auch die Freien Wähler Weinstadt unterstützen nachdrücklich dieses Ziel.

Im Gegensatz zur CDU-Fraktion in der Regionalversammlung halten die Freien Wähler jedoch wenig davon, über eine Änderung des Verbandsgesetzes (das Aufgaben und Kompetenzen des Verbandes Region Stuttgart insgesamt regelt) der Region die Zuständigkeit für den gesamten öffentlichen Nahverkehr (und nicht nur wie bislang für die S-Bahnen) zu übertragen – einschließ­lich der Planung und den Betrieb von Park+Ride-Parkplätzen an den S-Bahn.-Bahnhöfen. Bisher sind hierfür die Städte und Gemeinden zuständig und dort ist der ÖPNV jenseits der S-Bahnen in guten Händen. Eine Zentralisierung des gesamten ÖPNV würde eine nicht bezahlbare Kosten­lawine auslösen, denn man kann vor Ort leicht fordern, wenn es andere (sprich alle Kommunen) finanzieren müssen.

Der verkehrspolitische Sprecher der Freie-Wähler-Fraktion in der Regionalversammlung, Bernhard Maier, befürwortet stattdessen einen Ausbau der Park- und Ride-Parkplätze. „Man muss Plätze schaffen“, so Maier vor kurzem gegenüber den Stuttgarter Nachrichten, „dann kommen nach einer Weile auch die Leute“. Nach den Vorstellungen der Freien Wähler sollte der Regionalverband den Bedarf erheben und auf die Kommunen zugehen. Bernhard Maier: „Wo wir einen Bedarf sehen, sollten wir uns an den Kosten für den Bau neuer P+R-Parkplätze beteiligen“. Das Land sehen die Freien Wähler hier ebenfalls in der Pflicht.

Die Position der Freien Wähler unterscheidet sich in diesem Punkt im Übrigen fundamental von der Grünen-Fraktion in der Regionalversammlung, deren verkehrspolitischer Sprecher sich laut den Stuttgarter Nachrichten gegen einen gezielten Ausbau von P+R-Parkplätze für PKWs ausspricht. Die Freien Wähler denken hingegen in der Frage, wie mehr Menschen in der Region zur Nutzung der S-Bahn motiviert werden können, nicht ideologisch und autofeindlich, sondern pragmatisch und bürgerfreundlich: Bernhard Maier bringt es auf den Punkt: „Wenn P+R eine Barriere zum Umstieg auf die S-Bahn ist, müssen wir etwas tun“.

 


 
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