Die Themen Windkraft und aktive Gewerbeentwicklung und dazu zugkräftige Referenten – das waren die Garanten für ein volles Haus bei der diesjährigen Regionalkonferenz der Freien Wähler in Ingersheim. Dort steht das gegenwärtig leistungsfähigste Windrad in der Region, die Investition einer Bürgergenossenschaft.

Einen interessanten Spannungsbogen setzten die Referenten zum Thema Windkraft – Dr. Martin Köppel vom BUND und Barbara Huber, Projektentwicklerin der Stadtwerke München.

Während Dr. Köppel in der Windkraft einen unverzichtbaren Beitrag zur Energiewende sah und zugleich betonte, beim Ausbau der Windkraft dürften die Belange des Natur- und Artenschutzes nicht vernachlässigt werden, hielt Barbara Huber ein klares Plädoyer für nachhaltige Energiegewinnung. Sie verwies unter anderem darauf, dass die  Stadtwerke München außer auf Wasserkraft und Sonnenenergie gezielt auch auf Windkraft setzen und das Ziel verfolgen würden, bis 2025 so viel Strom aus erneuerbaren Energien in eigenen Anlagen zu produzieren, dass der gesamte Münchner Strombedarf damit gedeckt werden könnte.

Der Sprecher der Fraktion im Planungsausschuss, Regionalrat Alfred Bachofer, skizzierte im Anschluss an  die beiden Vorträge die Aufgabenstellung des Regionalverbands bei der Umsetzung der politischen Forderung nach mehr Windkraft in der Region. Durch die Privilegierung von Windrädern und die Aufhebung der bisherigen Vorrang- und Ausschlussplanung des Verbands hätte die Gefahr eines Wildwuchses gedroht. Die Steuerung durch den Regionalplan stelle eine landschaftsverträgliche Umsetzung bei der Erstellung von Windkraftanlagen sicher. Alfred Bachhofer beklagte, dass die Landesregierung zwar Windkraft propagiere, es aber an der notwendigen Unterstützung fehlen lasse.