Eine der ersten Konsequenzen aus der Kostenexplosion bei den Sanierungen der Strümpfelbacher Halle und des Rathauses Beutelsbachs sowie aus der mittelfristigen Finanzprognose für Weinstadt war für die Freien Wähler, den Antrag zu stellen, auf einen Bau des Holzturms auf der Burgruine Kappelberg zu verzichten und stattdessen mit deutlich geringerem finanziellen Aufwand den Bereich um die Ruine gestalterisch aufzuwerten. In der Gemeinderatssitzung vom 31. Juli 2014 (Vergleich BU 132/2014) wurde zwar auch mit den Stimmen der Freien Wähler beschlossen, einen Förderungsantrag für den Ausbau der Burgruine Kappelberg und des Wasserhäusle in Großheppach zu stellen und den Ausbau anzugehen, jedoch stellt sich mittlerweile für uns die Frage, ob sich Weinstadt eine solche Maßnahme noch leisten kann.

Da auch eine Bürgerbeteiligung hinsichtlich der Gestaltung der Burgruine angestrebt wurde, haben wir zugestimmt, unseren Antrag erst an einer späteren Sitzung auf die Tagesordnung zu setzen. Schließlich wollen wir den Ideen, Meinungen und Vorschlägen unserer Bürgerinnen und Bürgern nicht vorgreifen. Unabhängig von diesem Antrag ist für uns jedoch auch klar, dass in den nächsten Jahren (auch mit Blick auf die Interkommunale Gartenschau 2019) nicht auf jedes Projekt verzichtet werden darf, welches auf den ersten Blick wie eine „Schönheitsoperation“ wirkt. Gerade solche Projekte (z.B. Grüne Mitte) können stark dazu beitragen, dass sich der Erholungs- und Aufenthaltswert in Weinstadt deutlich steigert, die Ortsteile von Weinstadt noch ein Stück weiter zusammenwachsen und Weinstadt für den Tourismus dadurch noch interessanter wird.

Michael Scharmann, FWW-Gemeinderat, Vorsitzender de Freien Wähler Weinstadt e.V.


 
 


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